Aktuelles · Rede
Brücken bauen statt Gräben ziehen
Für Jacques Baud ist Neutralität weit mehr als die Frage, ob sich die Schweiz an Sanktionen gegen Russland beteiligt. Sie ist für ihn die Grundlage jener Glaubwürdigkeit, die dem Land über Jahrzehnte eine besondere Rolle in internationalen Konflikten ermöglicht hat. Seine Rede vom Bundesplatz ist hier als Aufzeichnung abrufbar.
Rede von Jacques Baud vom 29. August 2026 auf dem Bundesplatz in Bern.
Die Wiedergabe setzt bei 1:25 mit dem Anfang der Rede ein, die bei 13:40 endet; die vollständige Aufzeichnung ist auf YouTube abrufbar.
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Aufzeichnung: https://www.youtube.com/watch?v=FsdJ-ZErYNY&t=85s
Für Jacques Baud ist Neutralität weit mehr als die Frage, ob sich die Schweiz an Sanktionen gegen Russland beteiligt. Sie sei Grundlage jener Glaubwürdigkeit, die der Schweiz über Jahrzehnte eine besondere Rolle in internationalen Konflikten ermöglicht habe: nicht urteilen und verurteilen, sondern zuhören, verstehen und Wege zum Dialog öffnen.
Das binäre Schema. Gerade in einer zunehmend polarisierten Welt sieht Jacques Baud diese Rolle bedroht. Internationale Beziehungen würden immer stärker in ein binäres Schema gepresst: Wer nicht auf Linie ist, steht schnell auf der falschen Seite. Doch Neutralität, so Jacques Baud, dulde keine Halbheiten. Sie müsse berechenbar und glaubwürdig sein — gegenüber allen Seiten.
Die Botschaft vom Bundesplatz. Die Schweiz müsse nicht weitere Gräben ziehen. Ihre Stärke liege darin, Brücken zu bauen.
Rede von Jacques Baud vom 29. August 2026 auf dem Bundesplatz in Bern. Videoaufzeichnung auf YouTube. Zusammenfassung durch die Redaktion.